Sozialaktionen während der Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen –wie kann das gelingen?
Diese Frage stellten wir uns im Club. Nach einiger Überlegung kamen wir auf die Idee, hinsichtlich der hinlänglich bekannten Aerosolbildung eine Aktion draußen durchzuführen.

Da sich zu diesem Zeitpunkt der Tag des Denkmals näherte, haben wir uns entschieden, sogenannte Stolpersteine zu polieren. Diese sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert oder in den Suizid getrieben wurden.

Die quadratischen Messingtafeln hat sicher jeder schon einmal gesehen.
Unterstützt wurden wir von dem Verein „Stolpersteine in Witten“. Gemeinsam brachten wir in drei verschiedenen

Wittener Straßenzügen die Stolpersteine wieder zum Glänzen.
Wir erfuhren bei unserer Aktion allerhand Interessantes über die Stolpersteine. So werden diese bündig in den Bürgersteig eingelassen, unmittelbar vor dem letzten, vom Opfer frei gewählten Wohnort. Wichtigste Quelle für Wohnungsanschriften sind sogenannte Ergänzungskarten einer Volkszählung aus 1939.
In Deutschland gibt es insgesamt über 7.000 solcher Stolpersteine, welche seit 1992 im öffentlichen Raum verbaut werden. In Witten befinden sich 108 dieser Steine.
Resümierend kann festgehalten werden, dass diese Sozialaktion lehrreich war und uns zum Nachdenken über die Vergangenheit angeregt hat.
Für den RAC Witten-Wetter-Ruhrtal war es eine sehr gute Gelegenheit, an die NS-Vergangenheit mahnend zu erinnern und unsere Bekanntheit in Witten zu steigern. Dies war bestimmt nicht unsere letzte Stolperstein-Polier-Aktion.